Ein
kurzer Abri§ der austral-asiatischen Performance [1998]
(Markus Wessendorf,
University of HawaiÔi at Manoa)
Anfang
Mai 1998 wurde auf dem australischen Fernsehkanal Ten wiederholt der Werbespot einer Teppichkette ausgestrahlt:
ÒMachen Sie die Asienkrise zu barem Geld!Ó Cash in on the Asian crisis! war das schlagkrŠftige Motto dieses Spots, der Teppiche
aus asiatischen LŠndern zu Dumping-Preisen anbot und den seit dem Juli 1997
erfolgten Einbruch auf den asiatischen FinanzmŠrkten als gŸnstige Gelegenheit
fŸr ein ÒSchnŠppchenÓ deklarierte. Dieser Werbespot wurde zu einem Zeitpunkt
ausgestrahlt, an dem die Schreckensvision einer durch den Zusammenbruch der
asiatischen FinanzmŠrkte in Mitleidenschaft gezogenen australischen Wirtschaft
bereits monatelang die Medienšffentlichkeit bestimmt hatte.
Als Ògelbe GefahrÓ war Asien seit jeher von vielen Australiern wahrgenommen
worden: die Angst vor den auf den australischen Goldfeldern eingesetzten
Chinesen als hart arbeitenden und das Lohnniveau drŸckenden ArbeitskrŠften
fŸhrte Ende des 19. Jahrhunderts zum Stopp jeglicher nicht- europŠischen
Einwanderung; seit dem 1905 erfolgten Sieg Ÿber Ru§land galt Japan als
gefŠhrliche Nation mit ExpansionsgelŸsten, was durch die Ereignisse des 2.
Weltkrieges noch eine Steigerung erfuhr; in den 50er und 60er Jahren
reprŠsentierten China und Vietnam dann vor allem die kommunistische Bedrohung.
Mitte der sechziger Jahre wurde die ÒWhite Australia PolicyÓ aufgegeben und
erstmals die Einwanderung aus asiatischen LŠndern gefšrdert. Seit Ende der
sechziger Jahre entwickelten sich einige asiatische Nationen dann allmŠhlich zu
sogenannten kapitalistischen ÒTigernÓ. Die von mehreren Labour-Regierungen von
Mitte der achtziger Jahre bis 1996 verfolgte Politik des Republikanismus, des
Multikulturalismus und der gezielten Integration Australiens in den
sŸdostasiatischen Raum erfolgte dann vor allem aus wirtschaftlichen und
sicherheitspolitischen ErwŠgungen. Meaghan Morris, MitbegrŸnderin der Cultural
Studies in Australien, schreibt dazu:
Als die Labour-Regierung seinerzeit das republikanische
Anliegen unterstŸtzte, wurde das seit den siebziger Jahren fŸr den heimischen
Multikulturalismus typische Argument eines Management der Vielfalt mit einer 'nach au§en gerichteten' Rhetorik
der Werbung fŸr diese Vielfalt kombiniert
('Australien ist eine multikulturelle Nation im asiatisch-pazifischen Raum'),
und dazu benutzt, die auf Deregulierung zielende škonomische Reform in den
achtziger Jahren zu rechtfertigen. Seitdem mehr als zwei Drittel des
australischen Handels in der Region erfolgen und sich engere politische und
militŠrische Bindungen zu nahegelegenen LŠndern (insbesondere Indonesien)
herausbilden, ist es praktisch, nun eine unabhŠngige IdentitŠt zu etablieren.[1]
Das
vorerst letzte Stadium in der Entwicklung des australischen VerhŠltnisses zu
Asien trat dann mit der asiatischen Finanzkrise im Juli 1997 ein. Zum einen
wurde jetzt die ÒZŠhmung der TigerÓ (so der Titel einer kŸrzlich erschienenen
Publikation Ÿber das Ende des asiatischen Wirtschaftswunders[2]) in den Medien fast mit
einer gewissen Erleichterung, nŠmlich als BestŠtigung der škonomischen
†berlegenheit Australiens als westlicher Nation Ÿber den geopolitisch zwar
nŠher gerŸckten, jedoch kulturell weiterhin fernen Osten registriert, zum
anderen aber gerade die vollzogene wirtschaftliche Vernetzung mit dem
asiatischen Markt als Bedrohung wahrgenommen. Der erwŠhnte Werbeslogan, ÒCash
in on the Asian crisisÓ, legte in dieser Stimmungslage die primŠr
wirtschaftlichen Motive einer AnnŠherung Australiens an Asien blo§, indem er
suggerierte, da§ der australische Konsument als Gewinner aus einer Krise
hervorgehen und Profit schlagen konnte, die in keinster Weise ihn betraf,
sondern sich - wie in kolonialen Zeiten - lediglich auf dem Feld des
orientalischen ÒAnderenÓ ereignete.
Der vor allem in der ersten HŠlfte der neunziger Jahre zu beobachtende Boom
australischer Performances mit einem deutlichen Asien-Bezug war u.a. das
Resultat langjŠhriger BemŸhungen einiger aufeinanderfolgender
Labour-Regierungen, die Anbindung an den asiatischen Markt auch kulturell zu
zementieren und die Australier dazu zu bewegen, sich eher als Teil Asiens zu
begreifen als sich mit dem europŠischen Erbe zu identifizieren - die
geographische Lage sozusagen Ÿber die geschichtliche Herkunft zu stellen. Diese
Politik fŸhrte zur Einrichtung von Fšrderinstitutionen wie Asialink und hatte
u.a. zur Folge, da§ das Performing Arts Board des Australia Council, ebenfalls
in den frŸhen Neunzigern, die HŠlfte des Budgets fŸr internationale
kŸnstlerische Projekte in der asiatisch-pazifischen Region ausgab. Das Adelaide
Festival von 1994 war vor allem auf Theaterproduktionen aus dem asiatischen
Raum fokussiert, und Sydney und Melbourne richteten erstmals seither jŠhrlich
stattfindende asiatische Theaterfe-stivals aus. Erst seit der Mitte 1996
erfolgten RegierungsŸbernahme durch John Howards konservative Liberal Party
(die bei den Wahlen im Oktober 1998 an der Macht bestŠtigt wurde) hat eine
tendenzielle Abkehr von der multikulturellen Politik der VorgŠnger
stattgefunden, wŠhrend die asiatische Finanzkrise zugleich die RŸckkehr
Australiens zu einer paternalistischen Haltung innerhalb der asiatisch-pazifischen
Region (insbesondere Indonesien und Malaysien gegenŸber) begŸnstigt hat.
Von politischen Interessen abgesehen, die insbesondere die Herausbildung eines
institutionellen und finanziellen Rahmens ermšglicht haben, bestimmen diverse
andere Faktoren das spezifische Erscheinungsbild austral-asiatischer
Performances in den neunziger Jahren. Historisch bedeutsam ist z.B. der
Einflu§, den asiatische Darstellungsformen bereits seit Mitte des 19.
Jahrhunderts auf die Entwicklung des australischen Theaters ausgeŸbt haben. So
traten chinesische Theatergruppen zwischen 1850 und 1870 - und zwar mit einer
Mischung aus Akrobatik, kantonesischer Oper und MilitŠrstŸcken - auf den
Goldfeldern Victorias auf; japanische Gruppen gastierten dann erstmals 1867 mit
Seiltanz, populŠren Szenen aus dem Kabuki und SchwertkŠmpfen. Die im Lande
bleibenden Chinesen haben ihre AuffŸhrungstradition bis in die Gegenwart hinein
aufrechterhalten, wohingegen sich viele japanische KŸnstler den zahlreichen
Zirkussen anschlossen, die in der zweiten JahrhunderthŠlfte durch Australien
tourten (so trat u.a. die Godayou-Familie in den neunziger Jahren mit dem
Wirths' Circus und dem FitzGerald Brothers' Circus auf). Neben den vor allem
aus England und Amerika stammenden Zirkusgruppen beeinflu§ten diese
chinesischen und japanischen KŸnstler langfristig die Entwicklung einer
kšrperbetonten, akrobatischen und dem Zirkus nahen AuffŸhrungsrichtung, die
noch heute einen Gro§teil der alternativen und insbesondere feministischen Performance-Szene
in Australien kennzeichnet (u.a. Circus Oz, Vulcana, RockÕn Roll Circus).[3] Seit den fŸnfziger
Jahren dieses Jahrhunderts haben zudem Theatergruppen aus China und Japan
regelmЧig in Australien gastiert: 1956 die Peking Opera Company, 1983 das
Jiangsu Peking Opera Theatre und 1988 die Peking Opera Troupe of China mit
einer vollstŠndigen AuffŸhrung von Wu Zuguangs Die drei Niederlagen des Tao
Sanchun. Eine zusammenhŠngende japanische
Kabuki-Produktion war erstmals 1978 beim Adelaide Festival zu sehen; 1982 kam
Min Tanaka mit seiner Form des Butoh nach Australien, und sowohl No als auch
Kyogen wurden erstmals 1986 von der Kanze-Truppe in Australien prŠsentiert.
Im Kontrast zur Situation z.B. in den Vereinigten Staaten, aber auch in Europa,
herrscht in Australien nicht nur im journalistischen und akademischen, sondern
auch im kŸnstlerisch-praktischen Bereich - und zwar als historisches und wenig
problematisiertes Erbe der ehemals vorherrschenden britischen Kultur - immer
noch die Tendenz vor, an einer starren Trennung zwischen den
kŸnstlerischenGattungen festzuhalten. Dies hat u. a. zur Folge, da§ die
Entwicklung der aus der Bildenden Kunst hervorgegangenen australischen
Performance Art seit den spŠten sechziger Jahren lediglich von Kunsthistorikern
verfolgt und doku-mentiert worden ist. So findet sich in der 1997 erschienenen
Ausgabe des Con-cise Companion to Theatre in Australia zwar kein Eintrag unter dem Stichwort ÒPerformance",
dafŸr jedoch fŸr "Performance Art" folgende Definition: ÒSie kann am
ehesten als Technik innerhalb der Kunstgattung Skulptur gelten. [...] Sie ist
Anti-Theater, insbesondere gegen das vorherrschende Theater. [...] Performance
Art versucht, eine direkte Erfahrung ohne kulturelle Konditionierung zu bieten."[4] Die Reduzierung der
Performance-Kunst auf eine Technik und ihre Zuordnung zu einem Bereich der
Bildenden Kunst, die Hervorhebung ihrer Anti-TheatralitŠt als auch ihre als
Intention behauptete, jegliche sprachlich-symbolische Vermittlung
unterschreitende Direktheit dienen hier vor allem - per Entgegensetzung - der
Festschreibung des Begriffs eines Theaters, das sich der NŠhe zum Sinn/Wort/
Geist (d.h. zum logos als dem
klassischen Gegensatz zur blo§en Technik = tech-n) sicher wei§ und sich deshalb vom blo§ RŠumlichen,
Kšrperhaften - nŠmlich der Skulptur - abhebt, den Modus seiner eigenen
TheatralitŠt nie in Frage zu stellen gezwungen ist und darŸber hinaus statt
einer sinnlich-taktilen eine auf Sinnstiftung abzielende Rezeptionsweise
erfordert. Diese generelle Definition unterschlŠgt, da§ sowohl Theater als auch
Performance - und zwar vor allem im amerikanischen und europŠischen Raum - in
den vergangenen zwanzig Jahren bestŠndig an der Auflšsung der Mšglichkeit einer
solchen Entgegensetzung ihrer Begriffe gearbeitet haben, da§ das Theater sich
u. a. mit Zeitstrukturen, Raumkonzepten, der audiovisuellen MaterialitŠt der
AuffŸhrung und der In-Szene-Setzung der ihm eigenen Semiose-Prozesse
auseinandergesetzt hat, wŠhrend die meisten Performance-Projekte seit den
spŠten siebziger Jahren auf vielfŠltigste Weise mit Formen der TheatralitŠt
experimentiert haben.[5] Im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit asiatischen
Theaterformen kommt hinzu, da§ viele amerikanische KŸnstler, die in ihren
Inszenierungen z.B. auf japanische Theater-formen zurŸckgreifen (Robert Wilson,
Elizabeth LeCompte u.a.), aufgrund ihrer PrŠgung durch die Kunst- und
Performance-Szene New Yorks nicht primŠr an den Schauspieltechniken, sondern
der umfassenderen Šsthetischen Gestaltung, der mise en scne des No oder Kabuki und der dieser jeweils
zugrundeliegen-den Konzepte von Handlungsdramaturgie, Raum, Zeit, Musik,
Choreographie und der Erzeugung spezifischer theatraler Effekte interessiert
sind. Desgleichen haben bestimmte Entwicklungen innerhalb der KŸnste seit den
sechziger Jahren (u.a. Concept Art, Serialismus, Minimalismus,
dekonstruktivistische Architektur) in der Arbeit dieser KŸnstler nicht nur
deutliche Spuren hinterlassen, sondern wurden dort zudem hŠufig in einen
kontrastierenden Bezug zu asiatischen €sthetiken gebracht. In Australien hat es
hingegen vor Mitte der achtziger Jahre kaum BerŸhrungspunkte zwischen der
Bildenden Kunst, d.h. insbesondere der als Kunst verstandenen Performance Art,
und dem Theater als Performing Arts gegeben - weshalb sich AnsŠtze zu einer
konzeptionellen Hinterfragung bzw. kŸnstlerischen Erneuerung des australischen
Theaters, die den Schauspieler nicht lŠnger als zentrale und dominierende
Instanz einer linearen Handlungsdramaturgie oder, umgekehrt, als "reinen
Kšrper" innerhalb eines von dramaturgischen ErwŠgungen mšglichst
unbelasteten Spektakels vorsehen, erst innerhalb der letzten Dekade feststellen
lassen.[6]
Was Performances bildender KŸnstler betrifft, die in dem 1970 durch Mike Parr,
Peter Kennedy und Tim Johnson etablierten Inhibodress-KŸnstleratelier in
Woolloomooloo eine erste dauerhafte AuffŸhrungsstŠtte fanden, war das Interesse
an der asiatischen Kultur eher gering, da die BemŸhungen um die Anerkennung der
eigenen Arbeit innerhalb der nationalen Kunstszene sowie der Versuch, vor allem
international an Kunststršmungen in den Vereinigten Staaten und Europa Anschlu§
zu finden, hier im Vordergrund standen. Lediglich der Weltentwurf des
Zen-Buddhismus - vielleicht vermittelt durch den Einflu§ von John Cage - und
damit einhergehende Atem- und Kšrpertechniken spielten in den Performances
einiger KŸnstler eine strukturiende Rolle. Gary Willis, der in japanischen und
thailŠndischen Klšstern Zen studiert hatte, konzentrierte sich in Performances wie
The all senses ball (Canberra 1973) und
ZZZZZ (Canberra City Plaza 1973) auf
funktionelle AblŠufe in Arbeitsprozessen und die Verwandlung dieser
alltŠglichen Erfahrungen in kŸnstlerische.[7] Kevin Mortensen versuchte in seiner Performance The
rocking (Canberra 1978), durch die
zwangweise Lenkung seiner Konzentration auf einen forcierten Atemrhythmus die
Zen-Technik zu duplizieren. Mortensen war auf einer Bahrenkonstruktion
festgeschnallt, die sich Ÿber einer Mittelachse wie eine Wippe bewegen lie§.
Die zwanzigminŸtige Aktion, wŠhrend derer ein Assistent Mortensen in einem
Rhythmus, der ungefŠhr dessen normaler Atmung entsprach, auf und ab schaukelte,
hatte bei dem KŸnstler lebhafte Halluzinationen noch eine halbe Stunde nach dem
Ereignis zur Folge.[8]
Ein wesentlicher Faktor, der die Herausbildung einer austral-asiatischen
Performance-Szene in den letzten Jahren wesentlich mitgeprŠgt hat, bestand vor
allem in dem Interesse euro-australischer TheaterkŸnstler an asiatischen
Schauspieltechniken, ein Interesse, das seit Mitte der achtziger Jahre hŠufig
zu Studienaufenthalten in Japan, Indien oder China fŸhrte und langfristig zur
Integration dieser Techniken in lokale Arbeits- und Inszenierungspraktiken
beitrug. Dieses Interesse ging primŠr von Schauspielern aus, die sich bestimmte
Kšrper- und Stimmtechniken aneignen wollten, um so eine physische IntensitŠt
der Darstellung auf der BŸhne zu erreichen, die sich vom vorherrschenden
BŸhnenrealismus angelsŠchsicher Provenienz deutlich abhob. Als populŠrste
Technik galt dabei die kšrperbetonte und zum Teil dem Kabuki entlehnte Methode
des japanischen Regisseurs Tadeshi Suzuki, an dessen Workshops in Toga
zahlreiche australische Schauspieler teilnahmen, die in ihrer spŠteren Arbeit
die Suzuki-Technik in den Mittelpunkt stellen sollten. Sowohl der Dramatiker
und Regisseur Norman Price als auch die Gruppen Sidetrack Performance Group,
Frank Productions, Zen Zen Zo und die mittlerweile aufgelšste Sydney Front
berufen sich auf Suzuki als Vorbild.
Angesichts der Arbeit dieser Gruppen stellt sich jedoch die Frage, auf welcher
Ebene und aus welchen Motiven heraus die Auseinandersetzung mit dem asiatischen
Theater erfolgt. Werden Techniken wie die Suzukis in die eigene Darstellungsweise
integriert, um damit in einen konstruktiven interkulturellen Dialog mit der
jeweiligen, in diesem Falle japanischen Theaterkultur zu treten, oder erfolgt
die †bernahme einer solchen Technik lediglich aus einer orientalistischen
Faszination heraus? Oder geht es vielmehr darum, neue Ausdrucksmittel zu
erschlie§en, die der nach wie vor dominierenden britischen Schauspieltradition
mšglichst entgegengesetzt sind? Leider nimmt die fast ausschlie§liche
Fokussierung auf die Ausdrucksmšglichkeiten des Schauspielers hŠufig einen Teil
fŸr das Ganze, so als folge aus der Aneignung einer ÒanderenÓ Schauspieltechnik
automatisch eine ÒandereÓ Dramaturgie, Inszenierungsweise und ÒPolitikÓ der
theatralen ReprŠsentation. HŠufig wird die Auseinandersetzung mit Asien gerade
durch die Suche nach den Wurzeln des westlichen Theaters begrŸndet, die diesem
abhanden gekommen seien, aufgrund ihrer UniversalitŠt aber vermeintlich in
anderen Kulturen wiederentdeckt werden kšnnen. So Šu§ert sich Nigel Kellaway,
MitbegrŸnder des von 1986 bis 1994 bestehenden Ensembles The Sydney Front, Ÿber
die BeweggrŸnde, die ihn in den achtziger Jahren als ersten Australier zu
Suzukis TrainingsstŠtte fŸhrten: ÒWir mŸssen nicht definieren, was Asien ist -
alles kommt von den selben Wurzeln her. Shakespeare verstand das Ritual, und
das asiatische Theater ist damit in steter BerŸhrung geblieben.Ó[9] Die Inszenierungen der
Sydney Front, insbesondere John Laws/Sade von 1987 und Don Juan von 1991,
stellen vermittels der Auseinandersetzung mit George Batailles Theorie des Exzesses
und Jean Baudrillards Schriften Ÿber die VerfŸhrung einen Versuch der
szenischen Dekonstruktion jeglicher identity politics hinsichtlich der Kšrpergrenzen, der Geschlechter, aber
auch der Subjekt- und Objektpositionen hinsichtlich des voyeuristischen Blickes
dar.[10] In Don
Juan wird Suzukis Kšrpertechnik in einer
choreographischen Sequenz eingesetzt, in der sechs Darsteller (drei MŠnner,
drei Frauen) in wei§en FrauengewŠndern, mit weit gešffneten Beinen und tief
gebeugten Knien, rhythmische VorwŠrtsbewegungen machen und dabei stampfende
GerŠusche mit ihren FŸ§en erzeugen. Sowohl die wei§ geschminkten Gesichter (mit
rot hervorgehobenem Mund) als auch die Tatsache, da§ die mŠnnlichen
Schauspieler FrauenkostŸme tragen, legen zudem die Anlehnung an das japanische
Kabuki und seine onnagata-Tradition des
mŠnnlichen Frauendarstellers nahe (wenn auch nicht ausschlie§lich, da beides
auch auf europŠische Darstellungstraditionen zurŸckbezogen werden kann). Da
sowohl Suzukis Kšrpertechnik als auch das Make-up der Schauspieler vor allem
als szenische Mittel eingesetzt werden, um eine erotische und exotische
AtmosphŠre der VerfŸhrung herzustellen, scheint sich die Inszenierung eher
unkritisch in die lange Geschichte der orientalistischen Vereinnahmung
šstlicher Zeichensysteme auf westlichen BŸhnen einzureihen.[11]
Bei der aus Brisbane stammenden Gruppe Zen Zen Zo wiederum stellt sich das
Problem, da§ theatrale Ausdrucksmittel Japans Ÿbernommen werden, ohne jedoch
mehr zu sein als ein Ersatz fŸr den Mangel eigener theatraler Konzepte und
Ideen. Die Ausdrucksmittel werden dekontextualisiert, aber nicht erneut
dramaturgisch rekontextualisiert. Das fŸhrt u.a. zu explizit als ÒButohÓ
deklarierten AuffŸhrungen Zen Zen Zos (z.B. in Steel Flesh vom September 1998, Brisbane Festival), die die
asymmetrischen Kšrperhaltungen, verzerrten Gesichtsmasken und starren Tableaus
dieser Form Ÿbernehmen, ohne da§ die Dringlichkeit einer solcherart
gesteigerten ExpressivitŠt, wie sie im Butoh vor allem aus dem durch Hiroshima
ausgelšsten Trauma resultierte, sichtbar wŸrde. Zudem bedienen sich die von
Suzuki inspirierten Inszenierungen Zen Zen Zos nicht nur dessen Kšrper- und
Schauspieltechnik, sondern Ÿbernehmen - auch hier auf den ÒSuzuki-EffektÓ
setzend - StŸcke in ihren Spielplan, die der japanische Regisseur selbst zuvor
erfolgreich szenisch umgesetzt hat, so z.B. Macbeth und Die Bakchen.
Suzuki selbst nahm 1992 die Einladung des Playbox Theatre in Melbourne an,
seine Macbeth-Bearbeitung (die er zuvor
bereits in Japan inszeniert hatte) mit australischen Schauspielern zu
realisieren. Diese Zusammenarbeit kam aufgrund der jahrelangen BemŸhungen des
kŸnstlerischen Leiters des Playbox Theatre zustande, der sich von der
Kooperation Suzukis mit australischen Schauspielern eine theatralisch
fruchtbare, interkulturelle Begegnung erhofft hatte. Die Inszenierung kam
jedoch bei der Kritik nur mЧig an, und die Arbeitsweise des Regisseurs wurde
im nachhinein von beteiligten Darstellern vehement kritisiert, da Suzuki
weniger an gegenseitiger kultureller VerstŠndigung und Zusammenarbeit als
vielmehr an der Disziplinierung der Schauspieler im Sinne seiner eigenen
Technik interessiert gewesen sei (so hatte Suzuki angeblich wŠhrend der Proben
behauptet, australische Schauspieler seien faul[12]). Die nicht eingelšsten Erwartungen und kulturellen
Mi§verstŠndnisse, die der aus australischer Sicht so enttŠuschenden Kooperation
offensichtlich zugrundelagen, drŠngen auch hier die Frage auf, wer und aus
welchen GrŸnden ein Interesse an dieser Zusammenarbeit hatte. Der
Theaterwissenschaftler Michael Cohen argumentiert, da§ Suzukis Interesse an dem
Projekt eher politisch als kŸnstlerisch motiviert gewesen sei, da es diesem die
Mšglichkeit gegeben habe, eine Produktion, die in Japan bereits erfolgreich
gewesen war, ohne Risiko fŸr seine kŸnstlerische Reputation als Re-Inszenierung
erstmals auch im australischen Raum vorzustellen. Playbox habe umgekehrt vor
allem auf der Ebene der Public Relations von dem šffentlichkeitswirksamen
Projekt profitiert.[13]
Im Kontrast zum vermeintlichen Desinteresse Suzukis an den Besonderheiten des
australischen Theaters hebt Keiji Sawada in einer Publikation des Japan
Cultural Centre in Sydney das in den letzten Jahren gestiegene Interesse der
japanischen Bevšlkerung an der australischen Kultur hervor, was er u.a. auch
auf die seit 1993 in Japan bestehende Australian Drama Translation Series
zurŸckfŸhrt.[14]
Das erste innerhalb dieser Reihe erschienene StŸck, John Romerils The
Floating World[15], wurde 1995 von Makoto Sato, einem der bedeutendsten
japanischen Regisseure und Dramatiker, inszeniert und mit Isao Natsuyagi, einem
beliebten Filmschauspieler, in der Hauptrolle besetzt. Zur Zeit der "neuen
Welle" des australischen Theaters in den frŸhen siebziger Jahren
entstanden, gehšrt The Floating World
zu einer Reihe von StŸcken, in denen sich australische Dramatiker europŠischer
Herkunft in den letzten zwei Jahrzehnten mit Asien auseinandergesetzt haben, so
u.a. mit Japan wŠhrend des 2. Weltkriegs (Jill Shearers Shimada, 1987), der australischen Beteiligung am Vietnam-Krieg und
dessen Implikationen (Rob Georges Sandy Lee Live at Nui Dat, 1981), aber auch dem australischen Sex-Tourismus auf den
Philippinen (Michael Gurrs Sex Diary of an Infidel, 1992). Les Harding, die Hauptfigur in Romerils The
Floating World, wird von seinen
Erinnerungen an die japanische Kriegsgefangenschaft wŠhrend des 2. Weltkriegs
und die brutalen Bedingungen des Arbeitseinsatzes an der Eisenbahnlinie
Burma-Thailand Jahre spŠter wŠhrend einer Kreuzfahrt mit seiner Frau nach
Yokohama traumatisch eingeholt. Die Dramaturgie von kurzen
Szenen,fragmentarischen Monologen, Vaudeville-Sketchen und Witzen reflektiert
formal das Abdriften Hardings in einen prekŠren Geisteszustand, in dem sich die
Anwesenden an Bord zunehmend in GefŠhrten und Peiniger des japanischen
Kriegsgefangenenlagers verwandeln. Sato setzte in seiner Inszenierung die
Szenen, in denen ein Komiker der Abendgesellschaft an Bord anti-japanische
Witze erzŠhlt, als Puppenspiel um. Dadurch gelang es ihm, die fŸr ein
japanisches Publikum vielleicht beleidigenden €u§erungen so zu verfremden, da§
die Intention des Dramatikers deutlich wurde, in Australien gŠngige
antijapanische Ressentiments durch ihre Zitierung nicht zu affirmieren, sondern
blo§zustellen. Die Inszenierung wurde sowohl auf dem Tokyo International
Festival of Performing Arts als auch auf dem Melbourne International Festival
of the Arts aufgefŸhrt, und zwar im Doppelprogramm mit der australischen
Inszenierung von Chikao Tanakas The Head of Mary (Maria no Kubi), das sich mit den Nachfolgen des
Atombombenabwurfs auf Nagasaki auseinandersetzt (Playbox Theatre Mel-bourne,
Regie: Aubrey Mellor).
Als weiterer Faktor der austral-asiatischen Performance machte sich in den
achtziger Jahren erstmals auch die seit den sechziger Jahren erfolgte
asiatische Einwanderung kŸnstlerisch bemerkbar. Nach Australien eingewanderte
Asiaten bzw. Australier asiatischer Herkunft begannen, durch eigene Projekte
aktiv an der Gestaltung eines integrativen und multikulturellen
austral-asiatischen Theaters mitzuwirken. So arbeitet der aus Malaysien
stammende Chandrabhanu mit seiner 1987 in Melbourne gegrŸndeten Bharatam Dance
Company an der Entwicklung einer hybriden Darstellungsform, die die klassischen
indischen Tanzformen Bharata Natyam und Odissi durch Amalgamierung mit
bekannteren ErzŠhlhandlungen - z.B. aus der griechischen Tragšdie - auch einem
australischen Publikum zugŠnglich machen soll. Die seit 1985 in Australien
lebende Tara Rajkumar versucht mit ihrer ebenfalls in Melbourne angesiedelten
Natya Sudha Dance Company hingegen, die indische Tanzform Mohiniattam in
Australien zu etablieren, indem sie statt auf die Mischung mit vertrauteren
Formen auf begleitende EinfŸhrungsvortrŠge und -Kurse setzt. In Brisbane
versucht Indija Mahjoeddin, Australierin indonesischer Herkunft, die
volkstŸmliche, aus dem Kampfsport stammende indonesische Theaterform Randai mit
australischen Musikern und Darstellern zu realisieren. Ihre 1997 am Princess
Theatre in Brisbane aufgefŸhrte Inszenierung The Horned Matriarch - The
Story of Reno Nilam basierte auf einem
StŸcktext, der sich vor allem auf Motive aus der indonesischen Minang-Kultur
bezog. Das von Mahjoeddin, Larisa Chen und Jilli Streit gemeinsam entwickelte
und im Februar 1998 am Brisbane Ethnic Music and Arts Centre uraufgefŸhrte
Projekt Imagining Mata Hari stellte
hingegen den Versuch dar, durch eine Kombination asiatischer
Darstellungstechniken und die Auseinandersetzung mit Mata Hari als einer exemplarischen
Verkšrperung des Orientalismus auf westlichen BŸhnen diesen in seiner
Grundstruktur szenisch zu analysieren. Die meisten dieser Projekte zeichnen
sich jedoch, wie viele Versuche, traditionelle und streng kodierte asiatische
Formen durch Hybridisierung in einen anderen Kontext Ÿbersetzen zu wollen,
durch einen prekŠren Status aus, den die postkoloniale Kritikerin Purushottama
Bilimoria dadurch charakterisiert hat, Òda§ sie, obwohl sie aufregend neuartig
und unterhaltend sind, in den Spalt zwischen traditioneller und innovativer
Arbeit geraten und letztlich als Amalgam verschiedener kultureller
Hervorbringungen und kŸnstlerischer Techniken ohne kohŠrenten Zusammenhalt
wahrgenommen werden.Ó[16]
In den neunziger Jahren haben australische KŸnstler asiatischer Herkunft eine
Form des autobiographischen Solo-Projekts entwickelt, die explizit die
Einwanderungserfahrung bzw. den hybriden sozialen Status zwischen zwei Kulturen
reflektiert, ohne einer traditionellen Darstellungsform verpflichtet zu sein.
Als einer der wichtigsten australischen Performance-KŸnstler der letzten Jahre
gilt in dieser Hinsicht der zuvor bereits als Fotograf bekannt gewordene
William Yang. Yang, der 1969 zu den GrŸndungsmitgliedern des Performance
Syndicate in Sydney gehšrte und fŸr diese Gruppe StŸcke schrieb, trat 1985 mit The
Face of Buddha im Belvoir Street Theatre
in Sydney auf, dem ersten einer Reihe von Monologen im Vortragsstil einer
DiavorfŸhrung. In Sadness (1992)[17] Ÿberkreuzen sich zwei
fotodokumentarisch begleitete ErzŠhlstrŠnge: die Geschichte der an AIDS
verstorbenen Freunde und die Geschichte seiner Familie, die Ende des 19.
Jahrhunderts von China nach Queensland ausgewandert ist - ErzŠhlstrŠnge, die
durch die Reflexion Yangs auf sein doppeltes Au§enseitertum in der
australischen Gesellschaft als Homosexueller und als Australier chinesischer
Herkunft verklammert sind.
Yang vergleichbar setzt sich Anna Yen in ihrer 1997 in Brisbane aufgefŸhrten
Performance Chinese Take Away mit der
Geschichte ihrer Gro§mutter wŠhrend der drei§iger Jahre in China und Hongkong
auseinander, greift dabei jedoch auf ein Ausdrucksrepertoire zurŸck, das sich
aus Zirkusakrobatik, Tai Chi, Kampfsport und Feldenkrais-Technik zusammensetzt.
Hung Le hingegen thematisiert in seinem Programm Now and Zen (Adelaide Fringe Festival, 1998) seine Kindheit als
vietnamesischer FlŸchtling im xenophobischen Australien, wobei er die Rolle des
anglo-amerikanischen stand-up comedian
mit der des ocker - dem populŠren Typus
des australischen "bushman" - amalgamiert und dabei versucht, die
durch diese Position implizierte Komplizenschaft mit einem wei§en, mŠnnlichen
Publikum durch anti-vietnamesische Witze sowohl zu verfremden als auch zugleich
in ihrer problematischen Ausschlu§funktion transparent zu machen (der andere,
Ÿber den man lacht, hat hier die Rolle des Gleichgesinnten okkupiert, der den
Witz erzŠhlt).[18]
In der Debatte um die ÒAsiatisierungÓ Australiens steht die Frage nach der
nationalen und kulturellen IdentitŠt auf dem Spiel. In kaum einer
Medienšffentlichkeit des Westens ist genau die Frage dieser Zugehšrigkeit zum
Westen ein derartiges Dauerthema wie in Australien. Der australische
Kunstkritiker Paul Foss argumentiert in seinem einflu§reichen (und selbst von
Baudrillard beeinflu§ten) Essay ÒTheatrum Nondum CognitorumÓ, da§ die
Geschichte Australiens aus europŠischer Perspektive vor allem von Wunsch- und
kartographischen Projektionen als auch imaginŠren Kartographien eršffnet wurde,
die der britischen Besiedlung bis zu 2000 Jahre vorausgingen. Die Suche nach
den Antipoden trieb seit jeher die europŠische Expansion voran, als
strukturelle Umkehr alles dessen, was die Lebensbedingungen in Europa - nicht
nur rŠumlich - einzuschrŠnken schien. Die Antipoden als Nicht-Ort, als
unmšglicher Ort zugleich der FŸlle wie des Vakuums, eršffnen fŸr Foss den
Schauplatz, an dem sich die Geschichte Australiens entfaltet: als ein Theatrum
Nondum Cognitorum[19], ein ÒTheater des noch nicht EntdecktenÓ, das bis heute den
lŠngst vermessenen und besiedelten Raum Australiens mit der ÒŠtherischen und
traumhaften Eigenschaft des never-neverÓ[20] heimsucht. Ist eine
austral-asiatische Performance mšglich, die nicht lŠnger Resultat einer
europŠischen Projektion wŠre? WŸrde die Performance eines ÒasiatisiertenÓ
Australiens nicht erst recht einer europŠischen Projektion (der des ÒAnderenÓ down
under) genŸgen? Die austral-asiatische
Performance der neunziger Jahre findet statt in der als "Theatrum Nondum
Cognitorum" bezeichneten Kluft, einem aufgeschobenen Nationaltheater als
Theater der aufgeschobenen nationalen IdentitŠt: zwischen Monarchie und
Republik, britischer Tradition und amerikanischer Hegemonie, West und Ost,
Subjekt und Objekt des Kolonialismus, wei§en BesitzstŠnden und Landrechten der
Aborigines, zwischen der Zweihundertjahrfeier der wei§en Besiedlung 1988 und
dem hundertjŠhrigen Bestehen der Fšderation im Jahre 2001.
[1]Meaghan Morris. Too Soon, Too Late. Indiana University Press, 1998, 196 (†bersetzung: MW).
[2]siehe hierzu Robert Garran. Tigers Tamed. The End of the
Asian Miracle. Sydney: Allen & Unwin,
1998.
[3]siehe hierzu Ev Beissbarth und Jo Turner (Hg.). WomenÕs
Circus: Leaping off the Edge.
Melbourne: Spinifex, 1997.
[4]Philip Parsons u. Victoria Chance (Hg.). Concise
Companion to Theatre in Australia. Sydney:
The Currency Press, 1997, 216 (†bersetzung: MW).
[5]Der erweiterte Performance-Begriff, den ich in dieser
Untersuchung voraussetze, umfa§t sowohl Theater als auch Performance Art,
wobei ich, wie Philip Auslander, davon ausgehe, da§ TheatralitŠt jegliche
Performance heimsucht - und sei es als deren VerdrŠngtes (siehe Philip
Auslander. From Acting to Performance. Essays in Modernism and
Postmodernism. London; New York:
Routledge, 1997, 3f.).
[6]Eine neuere australische Publikation, die tatsŠchlich von
einem erweiterten Performance-Begriff (im Sinne Philip Auslanders) ausgeht, ist
das seit 1993 alle zwei Monate erscheinende Magazin RealTime. Australia's
Innovative Arts
(http://www.rtimearts.com/~opencity/). Die hingegen 1998 bei Currency Press
(Sydney) erschienene und von Richard James Allen und Karen Pearlman
herausgegebene Anthologie Performing the Unnameable ist zwar begrŸ§enswert, da sie erstmals AuffŸhrungstexte
von australischen Performances der letzten Jahre versammelt und zugŠnglich
macht, lЧt aber, wie die Herausgeber hinsichtlich ihrer Auswahlkriterien
betonen, Projekte der "Performance Art" explizit au§en vor.
[7]siehe Anne Marsh. Body and Self. Performance Art in
Australia 1969-92. Melbourne: Oxford University
Press, 1993, 13f.
[8]ebd., 12f.
[9]zit. in: Alison Broinowski. The Yellow Lady. Australian
Impressions of Asia. Melbourne: Oxford
University Press, 1992, 139 (†bersetzung: MW).
[10]siehe Jane Goodall. ÒSeduction and The Sydney FrontÓ, in Canadian
Theatre Review 74, FrŸhling 1993, 32.
[11]siehe hierzu das Kapitel ÒOrientalism in the theatreÓ in:
John M. MacKenzie. Orientalism. History, Theory and the Arts. Manchester University Press, 1995, 176-207.
[12]Chris Murphy. ÒOperation Hypothesis: Tadashi SuzukiÕs ÔToil
and TroubleÕ tour, Australia 1992Ó, in About Performance. Performances
East/West. Centre for Performance Studies/University
of Sydney, Working Papers 2, 1996, 44.
[13]Michael Cohen. ÒSeventeen Stories about Interculturalism
and Tadashi SuzukiÓ, in About Performance. Performances East/West, 55.
[14]Keiji Sawada. Future Directions in Australia-Japan
Theatrical Exchange. Japan Cultural Centre
Sydney: The Japan Foundation Papers, Nr. 6, Juli 1997, 5.
[15]John Romeril. The Floating World. Sydney: Currency Press, 1975.
[16]Purushottama Bilimoria. ÒTraditions and transition in South
Asian performing arts in multicultural AustraliaÓ, in Culture, Difference
and the Arts. Hg. v. Sneja Gunew u. Fazal
Rizvi. Sydney: Allen & Unwin, 1994, 121 (†bersetzung: MW).
[17]William Yang. Sadness.
Sydney: Allen & Unwin, 1996.
[18]siehe Tseen-Ling Khoo. "The ocker ethnic: Reading Hung
Le and cultural identity", in: Postscript. The Journal of the English Postgraduate Society. University
of Queensland. Herbst 1998, 24-28.
[19]siehe Paul Foss. ÒTheatrum Nondum Cognitorum [1981]Ó, in: What
Is Appropriation? Hg. v. Rex Butler.
Brisbane/Sydney, 1996, 125.
[20]ebd., 127 (†bersetzung: MW).